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Verbrauch von einem Elektroauto

von sportwagen-checkers Redaktion

Während die Angaben zum Verbrauch bei Verbrennungsmotoren geläufig sind, ist für viele der Verbrauch von einem Elektroauto ein spanisches Dorf. Dies mag auch daran liegen, dass der Stromverbrauch von einem Elektroauto von verschiedenen Faktoren abhängt.

Wie viel Strom verbraucht ein Elektroauto?

Zwar wird beim Kauf eines Elektroautos eher selten über den Stromverbrauch gesprochen, obwohl er bei den E-Autos eine kritische Größe ist. Denn vom Stromverbrauch hängen
 
  • die Ladezyklen
  • die Reichweite
  • und die Lebensdauer der Batterie ab.
Dass zwischen die einzelnen Modellen der Stromverbrauch erheblich ist, ist nicht weiter verwunderlich.

Wie viel Strom braucht ein Elektroauto?

Wie viel Strom ein Elektroauto braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie beim Verbrennungsmotor nimmt der Verbrauch auch beim E-Auto mit der Motorleistung zu. Hinzu kommt beim Elektroauto die Witterung. Ist das Wetter kalt und/oder nass, erhöht sich der Verbrauch von einem Elektroauto. Auch die zu fahrende Strecke kann den Akkuverbraucherhöhen. Außerdem muss eingerechnet werden, dass beim Aufladen zwischen zwei und zwanzig Prozent des Stroms verloren gehen.

Wie hoch ist der Elektroauto-Verbrauch auf 100 Kilometer?

Der Verbrauchswert von Elektroautos wird in Kilowattstunden pro 100 Kilometer angegeben. Seit dem 1. September 2017 müssen E-Autos den WLTP-Zyklus durchlaufen. Dies ist ein Testverfahren, mit welchem der Verbrauch gemessen wird. Beim Porsche Panamera Plug-In-Hybrid ist der Verbrauchswert beispielsweise 30 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, beim Taycanliegt der Verbrauch, je nach Modell, zwischen 24,6 und 26,9 Kilowattstunden.

Elektroauto-Verbrauch: Kosten berechnen

Um den Stromverbrauch von einem Elektroauto selbst zu ermitteln, gibt es eine einfache Formel, mit der sich der Verbrauch in etwa berechnen lässt. „In etwa“ meint dabei, dass Faktoren wie Ladeverlust bzw. Jahreszeit nicht in der Formel berücksichtigt sind. Um den Stromverbrauch zu berechnen, müssen zumindest Batteriegröße und Reichweite bekannt sein.
Die Formel lautet:

  (Batteriegröße in kWh : Reichweite in km) x 100 = Verbrauch in kWh pro 100 Kilometer (kWh / 100 km).

Ist der Strompreis pro Kilowattstunde bekannt bzw. wurde er errechnet, dann lautet die Formel:

  Strompreis (in Euro) x Verbrauch (kWh /100 km) = Euro pro 100 Kilometer

Welche Stromkosten fallen für ein Elektroauto an?

Die Kosten für den Stromverbrauch hängen davon ab, wo Sie das Elektroauto aufladen. So wird zwischen der heimischen Steckdose und öffentlichen Ladesäulen unterschieden. Öffentliche Ladesäulen gibt es auf Parkplätzen, in Parkgaragen oder an Autobahnraststätten. Am Urlaubsort bietet zum Teil auch das Hotel eine Steckdose oder eine Ladesäule an.
 
Hinsichtlich der Kosten kann allgemein gesagt werden, dass Ladesäulen an Autobahnraststätten am teuersten sind. Dafür laden sie in der Regel sehr schnell. Der Preis von öffentlichen Ladesäulen mit Wechselstrom liegt üblicherweise etwas über dem Preis der heimischen Steckdose, der durchschnittlich bei 30 Cent pro Kilowattstunde liegt.

Öffentliche Ladesäulen: Preisunterschiede nach Anbieter

Wird weiter ins Detail gegangen, dann ist leicht festzustellen, dass die Kosten für eine Kilowattstunde an einer öffentlichen Ladesäule von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind. So kann eine Kilowattstunde zwischen 13 und 54,5 Cent kosten. Außerdem können noch Roaminggebühren hinzukommen, wenn der Zugang zu mehreren Anbietern gewährleistet sein soll. Des Weiteren wird die Ermittlung des tatsächlichen Preises erschwert, da die Anbieter den Strom verschiedenen abrechnen. So wird pro Kilowattstunde, pauschal oder nach Zeit abgerechnet.
 

Heimische Steckdose

Das Aufladen des Elektroautos zu Hause ist die bequemste Variante. Trotzdem sollte dadurch die eigene Stromrechnung nicht explodieren. Wird das Auto mit einer normalen Steckdose aufgeladen, beträgt der Durchschnittswert in Deutschland ungefähr 30 Cent pro Kilowattstunde. Auf Dauer ist diese Form des Aufladens jedoch nicht empfehlenswert, da es schnell zu Überhitzungen kommen kann. Daher sollten Sie sich den Kauf einer Wallbox überlegen, denn diese Ladestationen sind für E-Autos ausgelegt. Außerdem gibt es für Wallboxen oft spezielle Angebote des örtlichen Stromversorgers.
 

Solaranlage

 Mit einer Solaranlage am eigenen Dach lässt sich der Strompreis auf 8 bis 20 Cent pro Kilowattstunde drücken. In der Regel wird eine Photovoltaik-Anlage mit neun Kilowatt verbaut. Diese liefert pro normalem Tag ungefähr 45 Kilowattstunden Strom. Wird der Strom ausschließlich für das Elektroauto verwendet, dann liegt die Reichweite bei einem Stromverbrauch für das Elektroauto von 15 Kilowattstunden rein rechnerisch bei 300 Kilometern. Ist ein Speicher vorhanden, kann das Auto mit einer Solaranlage auch über mehrere Tage mit Strom versorgt werden.

Wie hoch ist der CO2-Ausstoß von Elektroautos?

Beim Fahren emittieren Elektroautos kein CO2. Trotzdem kann von einer null Emission nicht gesprochen werden, da für den Bau des Autos Energie verbraucht wird. Dabei ist die Produktion der wiederaufladbaren Batterie äußerst energieintensiv. So wird in verschiedenen Studien von einem CO2-Ausstoß von 100 bis 200 Kilogramm pro Kilowattstunde Batterieleistungausgegangen. Bei einer Batterie mit 35 Kilowattstunden Leistung und einem CO2-Ausstoß von 150 Kilogramm, kommen rein für die Batterie fünf Tonnen Treibhausgase zusammen. Insgesamt kommt die Produktion eines Elektroautos auf zehn bis zwölf Tonnen. Bei einem Auto mit Verbrennungsmotor wird hingegen mit sechs bis sieben Tonnen gerechnet. Diesen Nachteil bei der Herstellung macht das E-Auto jedoch ab 50.000 bis 150.000 gefahrenen Kilometern wieder wett.

Elektroautos im Winter

Im Winter erhöht sich der Verbrauch von einem Elektroauto, da sich die Batterie schneller entleert. Die Einbußen können dabei bis zu 30 Prozent betragen. Dies führt zu geringeren Reichweiten. Deshalb muss das E-Auto öfter aufgeladen werden. Um Strom zu sparen, sollte das Elektroauto während der kalten Jahreszeit möglichst nicht im Freien stehen. Da sich im Winter auch die Ladezeit verlängert, sollten Sie Ihr Elektroauto am besten über Nacht laden.
 
Da die Innenraumheizung ein wahrer Stromfresser ist, sollten Sie das E-Auto während der Ladezeit vorheizen. Für unterwegs empfiehlt es sich, die Sitz- und Lenkradheizung zu nutzen, denn diese Wärmelieferanten sind wesentlich stromsparender.

Porsche Panamera und Porsche Taycan als Beispiele

Da der Porsche Panamera als Plug-In-Hybrid konzipiert ist, fällt die Reichweite des Akku deutlich geringer aus als jene des Verbrenners. So kann der Akku nominell 14 Kilowattstunden speichern. Für den rein elektrischen Fahrbetrieb können davon 12,4 Kilowattstunden verwendet werden. Mit dieser Energie beträgt die Reichweite bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius je nach Fahrstil auf der Landstraße zwischen 30 und 40 Kilometern. Damit kommt der Porsche Panamera rein rechnerisch bei elektrischem Betrieb auf 30 Kilowatt pro 100 Kilometer. Bei der Ladezeit ist der Panamera als flott einzustufen, denn bei einem mehrphasigen Typ-2-Ladeanschluss ist der Akku nach 105 Minuten voll.
 
Der Porsche Taycan hat eine Reichweite nach WLTP von bis zu 450 Kilometern. Die Batterieleistung liegt, je nach Modell, zwischen 79,2 und 93,4 Kilowattstunde. Die Ladezeit beträgt bei optimalen Bedingungen 25 Minuten, wobei ein Akkustand von 80 Prozent erreicht wird.

 

https://efahrer.chip.de/e-wissen/elektroauto-winter-fit-darauf-muessen-sie-achten_10403

https://www.zeit.de/news/2019-09/17/haben-e-autos-eine-bessere-oekobilanz-als-benziner-und-diesel

https://efahrer.chip.de/solaranlagen/solar-e-auto-so-machen-sie-sich-jetzt-unabhaengig-vom-strom-netz-und-konzernen_102137

https://www.focus.de/auto/elektroauto/klickdown-porsche-panamera-4-e-hybrid-462-ps-und-mini-verbrauch-geht-das-porsches-hybrid-renner-im-test_id_11415152.html

https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/elektromobilitaet-so-viel-kostet-das-laden-eines-e-autos/

 

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