Porsche Ladestation für Porsche Elektro oder Hybrid Modelle
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Ladestation Elektroauto

von Christian

Wo finde ich eine Ladestation für ein Elektroauto?

Ein immer noch sehr hartnäckiges Argument gegen die Elektromobilität ist die Frage nach der Ladestation für Elektroautooder Elektrozweirad. Aber wenn es im Moment einen boomenden Markt in Deutschland gibt, dann ist es der für die Stromtankstellen. Das Ziel von 75.000 Ladestationen ist zwar noch nicht erreicht. Jedoch ist die derzeitige Dichte mit 19.000 Stationen schon sehr beachtlich. Hinzu kommt, dass praktisch jeder Haushalt mit ein wenig Equipment sein Elektroauto auch selbst aufladen kann. Sie sehen – an der Ladestation für das Elektroauto scheitert die E-Mobilität mit Sicherheit nicht.

Wie viele Ladestationen gibt es in Deutschland?

Stand 1. Quartal 2020 gibt es knapp 19.000 Stromtankstellen in Deutschland. Praktisch jede Autobahnraststätte hat heute bereits eine Ladestation für das Elektroauto oder ist dabei, solche Stationen zu errichten. Viele Tankstellenbetreiber ziehen nach und tragen zum Ausbau des Netzes bei. Das Wachstum der Tankstellendichte für Stromfahrzeuge ist linear: Pro Monat kommen ca. 300 neue Stromtankstellen dazu. Erstaunlicherweise profitiert der Marktführer für Ladestationen „Innogy“ kaum von diesem Boom. Die Aktie des Unternehmens dümpelt seit September 2019 um die 44 Euro Marke herum und verzeichnet zuletzt einen spürbaren Kursverlust. Trotzdem könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, sich ein paar Innogy Aktien mit ins Depot zu holen. Zwar wurde die von der Bundesregierung beschlossene, initiative Anzahl von 15.000 Stationen inzwischen erreicht und deren Förderung ist ausgelaufen. Es ist aber klar erkennbar, dass der Ausbau des Tankstellennetzes inzwischen ein Selbstläufer geworden ist. Da sollten auch Innogy und seine Mitbewerber satte Gewinne machen, von denen auch Sie als Privatinvestor profitieren können.

Wie wird der Ausbau vorangetrieben?

Der „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung hat ein äußerst ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2030 soll es in Deutschland eine Million Ladepunkte für Stromfahrzeuge geben. Dafür wurden 2019 nach dem Auslaufen der initiativenFörderung weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt. Beim derzeitigen Tempo ist dieses Ziel bei Weitem nicht zu halten: Bis 2030 sind es nur noch 10 Jahre oder 120 Monate. Es müssten daher ca. 8200 Ladepunkte pro Monat geschaffen werden, um dieses Ziel zu erreichen. Der aufwändige Ausbau, wie er derzeitig vor allem auf den Autobahn-Tankstellen zu beobachten ist, wird dies nicht leisten können. Deswegen werden gegenwärtig alle Optionen geprüft. Ein besonders pfiffiger Erfinder hat bereits ein System präsentiert, mit dem sich eine normale Straßenlaterne für gerade einmal 1000 Euro zu einer Ladestation für das Elektroauto aufrüsten lässt. Hier gibt es zwar noch offene Fragen, vor allem im Bezug auf die Abrechnung der abberufenen Strommenge. Aber solche technischen Details sind heute lösbar. Daher sind hier in naher Zukunft noch etliche Durchbrüche zu erwarten, welche den Ausbau der Stromtankstellen noch spürbar beschleunigen wird. Auf den Zug aufgesprungen sind inzwischen auch die Technologieriesen Siemens und ABB. Wenn Innogy es tatsächlich nicht schaffen sollte, aus dem derzeitigen Boom die entsprechenden Gewinne zu generieren, stehen hier zwei Alternativen für interessante Investments bereit.

Was sind Alternativen zu den öffentlichen Ladestationen?

Der Vorteil der Ladestation für das Elektroauto ist, dass für ihre Einrichtung wesentlich geringere Sicherheitsvorschriften gelten als für die normalen Kraftstoff-Tankstellen. Daher dürfen die Ladepunkte praktisch überall errichtet werden – auch bei Ihnen zu Hause. Die naheliegende Alternative zur öffentlichen Stromtankstelle ist daher die Ladestation in der eigenen Garage. Die als „Wallboxen“ bekannten Geräte kosten zwischen 400 und 800 Euro. Das klingt zwar erst einmal nach einer hohen Investition. Sie sollten aber bedenken, dass Sie mit dieser Lösung von den Stromtarifen der öffentlichen Ladestationen unabhängig sind. Besonders problematisch an der Ladestation für das Elektroauto im öffentlichen Raum ist das derzeitige Chaos bei den Tarifen. Ähnlich verwirrend wie bei den Mobilfunktarifen, buhlen die Anbieter mit immer neuen Angeboten um die Kunden – was die Sache nicht gerade einfacher macht. Als Faustformel können Sie aber davon ausgehen, dass Sie bei einer Ladestation für das Elektroauto ca. 10 Cent pro Kilowattstunde mehr bezahlen als wenn Sie Ihren eigenen Strom verwenden. Noch effizienter wird es für Sie, wenn Sie durch ein Solardach oder eine andere Stromquelle ihren eigenen Ladestromproduzieren. Dann brauchen Sie nur noch einen Akku (wofür Sie auch gleich Ihr Elektroauto verwenden können) und sie zahlen fast nichts mehr für eine Ladung. Bedenken Sie, dass Sie schon Gartenpavillions oder Balkonmarkisen mit Solartechnik bekommen und dass die Preise für die Module immer weiter fallen.

Ein Elektrofahrzeug verbraucht ca. 15 kWh Strom pro 100 km. Bei einer öffentlichen Station für 39 Cent pro kWh getankt macht dies einen Preis von 5,85 Euro. In der heimischen Garage aufgeladen sind es schon nur noch 4,50 Euro. Eine Wallbox für durchschnittlich 600 Euro hat sich damit nach knapp 35.000 Kilometern bezahlt gemacht. Das ist in etwa die Fahrleistung eines durchschnittlichen Autos in 2 Jahren. Die Stromtankstellezu Hause ist daher eine echte Überlegung wert – ganz abgesehen davon, dass Sie sich die lästigen Ladezeiten an der öffentlichen Ladestation für das Elektroauto sparen.

Welche Ladestecker für Elektroautos sind derzeit im Einsatz?

Die Smartphone-Hersteller wurden international dazu verpflichtet den gleichen Steckertyp zu verwenden. Diese Regelung hat sich leider bei den Elektromobilen noch nicht durchgesetzt. Gegenwärtig sind fünf verschiedene Steckertypen im Gebrauch. Immerhin ist in Deutschland und Europa der „Typ 2“ Stecker am weitesten verbreitet. Er erlaubt Ladeleistungen bis 22 kW bei 400V Ladespannung. Der Porsche Taycan mit seinen 800 Watt Batterien ist jedoch ebenfalls mit den Typ 2 Stecker aufladbar – sogar im Schnellmodus. Einen Tesla kann man zwar ebenfalls mit einem Typ 2 Stecker aufladen. Für den „Tesla Supercharge“ Modus sind jedoch spezielle Stecker erforderlich. Mit diesen ist ein Aufladen des Autos in 30 Minuten möglich.

Welche Umwelteinflüsse sind für den Ladevorgang optimal?

Porsche gibt für seine Batterien eine optimale Ladetemperatur von 30 – 35° C an. Das bedeutet aber nicht, dass man einen Taycan nur im Hochsommer aufladen kann. Die Batterien eines Elektrofahrzeugs produzieren genügend Abwärme, so dass sie sich selbsttägig auf der Temperatur halten können. Das bedeutet aber im Umkehrschluss: Je kälter es draußen ist, desto länger kann ein Ladevorgang werden. Grundsätzlich sind aber die Ladevorgänge von der Witterung unabhängig. Auch bei strömenden Regen laufen Sie keine Gefahr, wenn Sie Ihr Elektroauto aufladen möchten. Kurzschlüsse und andere Stromunfälle sind technisch sowohl bei den Ladestationen als auch bei den Elektroautos ausgeschlossen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/460234/umfrage/ladestationen-fuer-elektroautos-in-deutschland-monatlich/
https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-11/elektromobilitaet-elektroautos-ladesaeulen-ausbau-bundesregierung
https://www.welt.de/wirtschaft/article197942943/Innogy-Strassenlaternen-sollen-zu-Ladesaeulen-fuer-Elektroautos-werden.html
https://ecomento.de/2018/07/17/ladesaeulen-check-2018-tarif-chaos-und-hohe-preise/
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/elektroauto-ladesaeulen-strompreise/
https://www.smarter-fahren.de/beratung/ gclid=EAIaIQobChMIg__J3Nrv5wIVT6WaCh3HKg3eEAAYASAAEgIn7PD_BwE
https://www.mobilityhouse.com/de_de/ratgeber/elektromobilitat-ladekabelarten-und-steckertypen

Bildnachweis: Porsche Deutschland GmbH, Porsche Zentrum Bensberg

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