Geschäftsmann steht vor seinem Firmenwagen einem Elektroauto Porsche
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Firmenwagen Elektro

Die Elektromobilität soll in Deutschland voran getrieben werden. Elektrisch betriebene Fahrzeuge bieten mehr Vorteile als Umweltverträglichkeit und Emissions-Freiheit. Keine nervenden Vibrationen, kein Diesel- oder Benzingeruch. Bei der Auswahl des passenden Fahrzeugs spielen die Reichweite und Leistung eine Rolle. Entscheidend beim Kauf eines E-Autos ist die Überlegung, wo die Batterie geladen werden kann und wie genau das Nutzungsverhalten ist. Gut 80 Prozent der Elektrofahrzeuge werden zuhause geladen, Tankstellen werden vom Besitzer sehr wenig angefahren. Die Interessierten sollten über eine Lademöglichkeit zuhause verfügen. Alternativ bietet sich das Aufladen der Batterie am Arbeitsplatz an, öffentliche Säulen sind noch zu langsam, die Hochleistungssäulen an der Autobahn zu teuer. Hinzu kommt die Frage nach der benötigten Reichweite je Batterieladung. Ideal ist ein E-Auto für die Fahrt zur Arbeit. 

Ein Elektro-Auto als Dienstwagen – Vor- und Nachteile

Mitarbeiter, die einen Anspruch auf ein Dienstfahrzeug haben, stehen vor der Frage, welche Farbe, Größe, welche Marke und vor allem welcher Antrieb. Dabei hängt die Wahl zwischen Elektroantrieb und klassischem Verbrenner nicht nur vom Bewusstsein in Sachen Umweltschutz ab. Elektrofahrzeuge als Dienstwagen werden steuerlich günstiger behandelt, laut einer Umfrage tendieren 63 Prozent der Dienstwagen-Berechtigten aufgrund dieser Vergünstigung zu alternativen Antriebsarten. 

Die Anschaffungskosten für E-Fahrzeuge sind noch immer deutlich höher als bei Benzinern oder Diesel-Fahrzeugen. Werden die dienstlichen Fahrten im nahen Umkreis, dem Ort oder der Stadt um den Firmensitz vorgenommen, ist ein E-Auto eine wirkliche Alternative. Auf kurzen Fahrten lässt sich jede Menge CO2 einsparen. Zudem fallen die Energiekosten deutlich günstiger aus. Geht man von ca. 9000 gefahrenen Kilometern pro Jahr aus, liegt die Kostenersparnis bei rund 2.500 Euro. 

Es gibt einige Gründe, warum die Zahl der E-Fahrzeuge nur langsam steigt. Zum einen ist die Auswahl der geeigneten Modelle für Handwerker und den Dienstleistungssektor noch sehr gering. Jeder Betrieb hat seine Vorstellungen, was ein Firmenfahrzeug leisten muss. Hier spielt vor allem die Reichweite eine große Rolle, Handwerker legen oft große Strecken zurück und stoßen mit E-Fahrzeugen schnell an ihre Grenzen. Längere Fahrten, vor allem im Winter, sind nach wie vor ein Problem. Es gibt zu wenig Ladestationen und die Ladedauer kann den Arbeitsalltag behindern. Elektro-Autos sind noch immer sehr teuer beim Kauf. Selbst Kleinwagen, die ideal sind für Stadtfahrten, sind im Vergleich zu Verbrennungsmotoren erheblich teurer. Dies wirkt sich auch auf die Höhe der Leasingraten für E-Autos aus. Zwar sind die Betriebskosten mit Strom um einiges günstiger als vergleichbare Kraftstoffe. Doch der höhere Anschaffungspreis gleicht diese nicht wirklich aus, auch nicht über mehrere Jahre. In Sachen Versicherung liegen die Beiträge für Elektro-Fahrzeuge meist höher, wobei es einige Versicherungen gibt, die auch hier reguläre Tarife anbieten.

Punkten können Elektro-Fahrzeuge in Sachen Wartungskosten, langfristig gesehen, die E-Motoren haben keinen Verschleiß.

Steuervorteile nutzen

Der Gesetzgeber ist bestrebt, die E-Mobilität zu fördern. Wenn es nach der Bundesregierung ginge, sollten Elektroautos Diesel- und Benzinfahrzeuge als Firmenwagen ablösen. Zur gezielten Förderung gelten seit ein paar Jahren Steuervergünstigungen für Arbeitnehmer und Unternehmen, die ein Elektrofahrzeug als Dienstwagen nutzen. Neben der günstigen Kfz-Steuer gehört dazu auch der geldwerte Vorteil in Sachen Übereignung und Nutzung betrieblicher Ladestationen. So wurde beschlossen, dass für alle Elektrofahrzeuge, die vor dem 31. Dezember 2020 zugelassen werden, eine Steuerbefreiung gilt – und zwar rückwirkend ab dem 1. Januar 2016. Dazu gehören auch Alt-Fahrzeuge, die auf E-Mobilität umgerüstet werden. Die Einsparung der Fahrzeugsteuer soll Elektroautos für Unternehmen attraktiv machen.

Geldwerter Vorteil 

Der so genannte geldwerte Vorteil entsteht, wenn ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer durch die Nutzung von betrieblichen Gütern oder Gegenständen einen Vorzug bietet. Dieser Vorteil wird in einem Geldwert angesetzt, zum Einkommen gerechnet und ist zu versteuern. Die Besteuerung erfolgt meist durch den Arbeitgeber, zusammen mit der Lohnsteuer. Diese wird monatlich bei der Gehaltsabrechnung abgezogen und an das Finanzamt abgeführt. in manchen Fällen ist genau diese Handhabung durch den Einsatz eines Elektro-Firmenwagens günstiger für die Beteiligten. 

Für den geldwerten Vorteil gibt es einen Freibetrag, zudem kann der Gesetzgeber bestimmte Leistungen gezielt steuerfrei stellen. Zur Förderung der E-Mobilität wird der geldwerte Vorteil in Sachen Elektrofahrzeug-Nutzung steuerbegünstigt oder sogar steuerfrei. Stelle ein Betrieb seinen Mitarbeitern eine Ladestation für Ihr e-Fahrzeug zur Verfügung, entsteht ebenfalls ein geldwerter Vorteil. Hier hat der Gesetzgeber Steuerfreiheit für die elektrische Aufladung an einem betrieblichen Ladegerät bis Ende 2020 gewährt. Die Aufladung wird nicht mit der Pauschale des geldwerten Vorteils verrechnet.

Weitere Vergünstigungen für Firmenwagen Elektro

Unternehmen, die bei ihren Firmenwagen auf E-Antrieb setzen, genießen bereits seit 2017 einen Vorteil in Sachen Stromsteuer. Wird Mitarbeitern, Kunden oder Geschäftspartnern Strom zum Laden von Fahrzeugen bereitgestellt, fällt dafür keine Stromsteuer an. Nur der Strom für die Aufladung der firmeneigenen Fahrzeuge und für betriebliche Fahrten muss bezahlt werden.

Ein Arbeitnehmer, der einen Firmenwagen nutzt, hat Kosten, die er mit seinem Arbeitgeber abrechnet. Werden diese ersetzt, spricht man von einem beitrags- und steuerfreien Auslagen-Ersatz. Die Abrechnung erfolgt anhand tatsächlicher Belege, es kann auch eine Pauschale verwendet werden. Dieser Auslagenersatz wird dem Gehalt zugerechnet, ist zu versteuern und unterliegen in der Regel der Lohnsteuer. Erfolgt das Aufladen der Batterie des Firmenwagens zuhause beim Arbeitnehmer, dann wäre in diesem Fall die Strommenge zu erfassen, um die Abrechnung der Auslagen durchzuführen. Damit der Verwaltungsaufwand gering gehalten wird, gewährt das Finanzamt hier steuerfreie Pauschalen für das Laden.

Umwelt-Bonus

Zur Förderung der Elektromobilität hat der Staat den Umweltbonus eingeführt. Seit 1. Juli 2016 sinkt der Preis beim Kauf eines Neuwagens mit E-Antrieb. Stiftungen, Vereine, Unternehmen, Körperschaften und auch Privatpersonen können diesen Bonus für den Kauf, die Miete, Leasing oder Finanzierung eines E-Fahrzeugs in Anspruch nehmen. Die Umwelt-Prämie wird bei Fahrzeugen bezahlt, die einen Netto-Preis von 60.000 Euro nicht übersteigen.

Porsche Deutschland GmbH, Porsche Zentrum Bensberg

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