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E-Auto Ladezeit

von Christian

Porsche Taycan, der Herausforderer

Das Elektromobile Spaß machen können musste uns Deutschen zugegebenermaßen erst durch Tesla vor Augen geführt werden. Nun aber sind die etablierten Hersteller aufgewacht und holen mit Riesenschritten auf. Allen voran ist der neue Porsche Taycan das Aushängeschild des wiedergefundenen deutschen Selbstbewusstseins in Sachen sportlicher Mobilität. Als erster, serienmäßiger, vollelektrischer Porsche ist der Taycan ein Statement der Zuffenhausener, mit dem sie klar definieren, wohin die Reise ab jetzt geht. Mit einigen geschickten Kunstgriffen können sie heute schon dem etablierten Marktführer der sportlichen Elektromobilität gekonnt Paroli bieten.

Was kann der Porsche Taycan?

Zunächst sollten Sie wissen, was ein Taycan nicht mehr kann – er kann nicht mehr das charakteristische Brüllen des Sechszylinder-Boxers eines 911 von sich geben. Das ist bedauerlich aber mit den Verbrennungsmotoren sterben nun einmal auch die damit gewohnten Geräusche und Vibrationen. Was der Taycan aber kann ist das, wofür seit Tesla die Elektromobileerst so richtig geliebt werden: Ein Taycan, in seiner stärksten Motorisierung mit geradezu absurden 761 PS, schafft eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 2,4 Sekunden. Da zerren sich die Mundwinkel schon durch die Fliehkraft in Richtung Ohrläppchen und verziehen das Gesicht zu einem verzückten Grinsen. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es das gute Gewissen: Ein Taycan ist als Elektroauto vollkommen emissionsfrei unterwegs. Warum der Elektropionier von Porsche aber mit der Verbrennerterminologie „Turbo“ ausgestattet wurde, wird wohl ein Geheimnis des Porsche-Marketings bleiben.

Aufladen made by Porsche Taycan

Porsche geht mit dem Taycan einen Sonderweg in der Welt der Elektromobile. Anders, als die standardmäßig verwendeten 400 Volt Batterien setzt Porsche im Taycan auf 800 Volt. Hinzu kommt ein hoch entwickeltes Temper-Management der Stromspeicher. Diese brauchen für das optimale Laden eine Betriebstemperatur von 30 – 35°C. Dazu setzt Porsche aber nicht stromfressende Heizungen ein, sondern nutzt die überall im Auto entstehende Abwärme, um die Batterien auf Temperatur zu halten. Ob Elektromotor oder Bremsen – alle überschüssige Wärme wird über eine Wärmepumpe zu den Batterien geleitet. Das hält sie auf Temperatur und damit in ihren optimalen Betriebsparametern. Das optimiert nicht nur die Fahrt. Auch die E-Auto Ladezeit verkürzt sich beim Taycan durch dieses Temperaturmanagement der Batterien spürbar.

An einer normalen 400 Volt Ladesäule braucht der Taycan aufgrund der nicht optimalen Performance ca. 45 Minuten bis zur einer 80% Aufladung. An einer der immer häufiger zu findenden Schnellladestationen ist ein Taycan aber schon in 23 Minuten zu 80% geladen. Das ist sogar schneller, als es der Tesla Supercharger mit seinen 30 Minuten zu leisten imstande ist. Porsche ist als Unternehmen und durch Joint-Ventures aktiv mit dabei, das Netz für Schnelladestationen immer weiter auszubauen. So wird in naher Zukunft schon jedes Porsche Autohaus mit einer solchen Stromtankstelle ausgestattet sein.

Reisen mit dem Porsche Taycan

Porsche stand schon immer dafür, gebrauchstaugliche Autos herzustellen. Zwar sagte Ferdinand Porsche dereinst selbst „Ich brauche Autos, die keiner braucht aber jeder haben will.“ Vom lärmenden Spaßgefährt aus der 356er und Speedster-Zeit sind die Porsches aber schnell entwachsen. Den Durchbruch zum Hersteller von komfortablen und schnellen Reiselimousinen hat Porsche 1978 mit dem legendären 928 erreicht. Von diesem Modell an war die Langstreckentauglichkeit ein Punkt im Pflichtenheft, den die Ingenieure mit jedem neuen Porsche-Modell zu erfüllen hatten.

So auch im Taycan. Ziel der Entwickler war es, ein sportlich-komfortables Auto mit null Emissionen zu bauen. Wenn der Taycanfährt, dann fährt er gut und man fährt ihn mit Genuss. Zwar gibt es für den Taycan zahlreiche Fahrmodi, mit denen auch die Grenzbereiche bei Beschleunigung und Endgeschwindigkeit ausgelotet werden können. Daneben bietet der neue Elektrosportler aus Zuffenhausen auch einige sehr bequeme Reisemodi, mit denen das „Kilometerfressen“ auf der Autobahn zu einer entspannten Angelegenheit wird. Nicht zuletzt ist die geräuscharme Fahrweise eines Elektroautos ein entscheidender Beitrag für ein genussvolles Langstreckenfahren.

Eine enorme Reichweite einzubauen war jedoch keine definierte Kompetenz, die der Taycan zu erfüllen hatte. Immerhin, mit 373 Kilometern Reichweite ist es ja auch nicht so, dass man mit einem Taycan alle halbe Stunde einen Zwangsstopp einlegen müsste. Aber das inzwischen schon sehr dichte – und immer dichter werdende – Netz an Stromtankstellen macht die Notwendigkeit riesiger Reichweiten bei einem Porsche Taycan schlichtweg nicht erforderlich. Die 373 Kilometer sind zwar mit den bärenstarken Motoren des Elektorrenners schnell abgespult. Dafür ist man aber auch ordentlich weit vom Fleck gekommen und kann mit ein wenig Management schon nach 23 Minuten weiter fahren. Dafür ist zwar eine Schnellladestationerforderlich. Diese sind aber immer häufiger in Deutschland und Europa zu finden.

Ladekomfort mit Porsche

Porsche fährt eine zweigleisige Strategie beim Ausbau der Ladestationen. Eine Schiene ist der Ausbau der Ladestationen im öffentlichen Raum. So hat bald jeder Porsche-Händler eine frei zugängliche Schnellladestation am Gebäude stehen. Für Porschefahrer gibt es zudem Sondertarife für besonders günstiges Strom tanken.

Berechtigterweise geht Porsche aber davon aus, dass derjenige, der sich einen Taycan leisten kann, auch über ein Eigenheim mit Garage verfügt. Dem entsprechend bietet der Zuffenhausener Hersteller für seine Kunden eine Aufrüstung dieser Garage um eine eigene Stromtankstelle an. Mit einer so genannten „Wallbox“ kann ein Garagenbesitzer und Taycan-Fahrer seinen Wagen bequem zuhause aufladen. Hinzu kommt, dass der heimische Strom ca. 10 Cent billiger pro Kilowattstunde ist als wenn man ihn an einer öffentlichen Ladestation kaufen muss. Richtig billig wird das Tanken im eigenen Zuhause, wenn man sich noch eine Solaranlage leistet. Diese werden auch immer günstiger zu haben, so dass Porsche Taycan Fahren bald als Zeugnis von ökologischem Umweltbewusstsein mit purer Lebensfreude wird.

Der Taycan und die Konkurrenz

Wem Porsche versucht, mit dem Taycan Marktanteile streitig zu machen, sollte klar sein. Es sprechen auch zahlreiche gute Gründe dafür, den Porsche dem etablierten Platzhirsch aus den USA zu bevorzugen. So innovativ die junge Marke aus PaloAlto auch ist, für deutsche Kunden leistet sie sich bis heute immer wieder irritierende Qualitätsmängel. Vor allem bei der Reparaturfreundlichkeit und den Ersatzteilpreisen können Porschefahrer auch beim Taycan von vernünftigen Maßstäben ausgehen. Hinzu kommt die gewohnte „Made-In-Germany“ Qualität und die spürbare Macht eines großen Konzerns hinter dem Auto.

Bei der Reichweite merkt man jedoch heute noch den technologischen Vorsprung des Elektro-Sportwagen-Pioniers. Vergleichstests haben hier ergeben, dass der Taycan mit bis zu 85% geringerer Reichweite unterwegs ist. Bei Licht betrachtet ist das jedoch halb so schlimm: Wir haben in Deutschland ein bereits sehr gut ausgebautes Netz an Stromtankstellen. Außerdem haben wir nicht die enormen Distanzen wie in den USA. Die E-Auto Ladezeit ist durch die neuen Schnellladestationn so gering, dass eine enorme Reichweite im Grunde überhaupt nicht mehr so wichtig ist.

https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/porsche-taycan-turbo-reichweite-epa-verbrauchsmessung-ams-test/
https://www.porsche.com/germany/models/taycan/taycan-models/?gclid=EAIaIQobChMI4LP81ujv5wIVw6oYCh3CNgkBEAAYASAAEgJj3PD_BwE

Bildnachweis: Porsche Deutschland GmbH, Porsche Zentrum Bensberg

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